Pollenallergie (Heuschnupfen, Pollinosis) 07.10.2014

Quelle: www.medsana.ch

Überblick

Unter Heuschnupfen (Pollenallergie) versteht man allgemein eine Allergie gegen Blütenstaub (Pollen). Die medizinisch korrekte Bezeichnung für einen Heuschnupfen lautet daher Pollenallergie (Pollinosis), während der Begriff Heuschnupfen sich genau genommen auf den allergischen Schnupfen (Rhinitis allergica) bezieht und zum Beispiel auch bei Allergien gegen Pilzsporen, Hausstaubmilben, Federbetten oder Haustiere auftritt.

In Deutschland leiden mehr als 20 Prozent der Bevölkerung jedes Jahr unter Heuschnupfen – und die Zahl ist steigend. Abhängig von den Pollenflugzeiten der einzelnen Pflanzen kann eine Pollenallergie in unterschiedlichen Zeiträumen im Jahr auftreten. Häufige Beschwerden innerhalb einer Blühperiode können zum Beispiel tränend-juckende Augen bis hin zu Bindehautentzündung, Fliessschnupfen und Niesreiz sein. In Folge eines Heuschnupfens kann es auch zu einem allergischen Asthma bronchiale kommen. Nicht selten sind Pollenallergiker auch von Konzentrations- oder Schlafstörungen betroffen.

Wer unter Heuschnupfen leidet, entwickelt nach einer Weile möglicherweise auch allergische Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel. Eine solche Kreuzallergie entsteht durch molekulare Ähnlichkeiten des allergieauslösenden Pollens und bestimmten Proteinen des betreffenden Nahrungsmittels, auf die der Körper dann gleichermassen mit einer allergischen Reaktion antwortet. Typisch ist zum Beispiel bei einer Birkenpollenallergie eine später auftretende Allergie gegen Haselnüsse.

Oft tritt ein Heuschnupfen das erste Mal bereits in der frühen Kindheit auf und bleibt ein Leben lang bestehen. Viele Pollenallergiker sind während der Pollensaison durch die unterschiedlichen allergischen Reaktionen stark eingeschränkt, wodurch sich der Heuschnupfen auf das soziale Leben sowie auf die schulischen oder beruflichen Leistungen des Betroffenen auswirken kann.

Wie auch bei anderen Allergien, ist der erste Therapieschritt beim Heuschnupfen, den Kontakt zum auslösenden Allergen zu vermeiden, in dem Fall zur allergieauslösenden Pflanze und deren Pollen. Um die akuten Symptome eines Heuschnupfens zu lindern, stehen zahlreiche Medikamente zur Verfügung. Als einzige ursächliche Therapie kann eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden.

Definition

Ein Heuschnupfen (Pollenallergie), ist eine Allergie gegen Blütenstaub (Pollen) der unterschiedlichsten Pflanzen. Die Pollen werden durch die Luft übertragen und lösen, wenn sie mit den Schleimhäuten der Nase oder der Augen in Berührung kommen, eine allergische Reaktion vom Soforttyp ( Typ I ) aus.

Die Beschwerden treten beim Heuschnupfen meist saisonal auf und lassen während einer längeren Regenperiode häufig nach.

Häufigkeit

In Deutschland leiden rund 20 Prozent der Bevölkerung alljährlich unter Heuschnupfen. Meist treten die ersten allergischen Reaktionen bereits in der Kindheit auf.

Ursachen

Ein Heuschnupfen (Pollenallergie) kann durch Blütenstaub der unterschiedlichsten Pflanzenarten, wie etwa Gräser und Getreide (z.B. Roggen), Bäume (z.B. Birke, Erle), Sträucher (z.B. Hasel) oder Kräuter (z.B. Beifuss), ausgelöst werden. Je nach Pollenflugzeiten der einzelnen Pflanzen kann der Heuschnupfen zu verschiedenen Zeiten im Jahr auftreten.

Häufig liegt bei einer Pollenallergie auch eine Kreuzallergie zu Nahrungsmitteln vor, bei denen bestimmte Proteine der Struktur der auslösenden Allergene ähneln. So reagieren zum Beispiel viele Betroffene mit einer Birkenpollenallergie unter Umständen auch allergisch auf Haselnüsse.

Verlauf

Ein Heuschnupfen (Pollenallergie) bleibt meist ein ganzes Leben lang erhalten. Unbehandelt kann sich die Allergie von den oberen Atemwegen und der Bindehaut des Auges in die unteren Atemwege verlagern (sog. Etagenwechsel) und asthmatische Beschwerde verursachen.

Vorbeugen

Wenn bekannt ist, gegen welche Pollen eine Allergie besteht, kann man dem Ausbruch eines Heuschnupfens (Pollenallergie) auf verschiedenen Wegen vorbeugen:

• Versuchen Sie, Pollenquellen wie blühende Wiesen oder z.B. Birkenalleen bei einer Birkenpollenallergie zu meiden und informieren Sie sich durch Pollenflugwarndienste oder Pollenflugkalender über die Flugzeiten und aktuelle Pollenbelastung in der Luft.
• Die Pollenkonzentration in der Luft ist in ländlichen Gebieten besonders in den frühen Morgenstunden (zwischen 4:00 und 6:00 Uhr) sehr hoch. Zu diesen Zeiten sollten Sie die Fenster daher am besten geschlossen bleiben. Die niedrigste Pollenkonzentration – und damit ein günstiger Zeitpunkt zum Lüften – liegt hier abends zwischen 19:00 und 24:00 Uhr. Anders in der Stadt: Hier ist die Pollenkonzentration morgens zwischen 6:00 und 8:00 Uhr am niedrigsten und das Lüften für Pollenallergiker daher günstig.
• Versuchen Sie, Ihren Urlaub mit dem zeitlichen Auftreten Ihres Heuschnupfens abzustimmen und fahren Sie z.B. während der Pollensaison ins Hochgebirge, ans Meer oder auf Inseln. In solchen Regionen ist die Luft meist eher pollenarm.
• Verwenden Sie in Autolüftungen und Klimaanlagen Pollenfilter und erneuern Sie diese regelmässig.
• Verwenden Sie Staubsauger mit so genanntem HEPA-Filter und saugen Sie täglich, um Pollen aus Teppichen und Polstermöbeln zu entfernen. Bei Laminat- oder Parkettboden ist tägliches feuchtes Wischen sinnvoll.
• Waschen Sie sich vor dem Schlafengehen die Haare und lassen Sie Ihre Kleider nicht im Schlafzimmer liegen. So tragen Sie die Pollen nicht in Ihr Schlafzimmer.

Quellenangabe

• Altmeyer, P.: Therapielexikon Dermatologie und Allergologie. Springer, Berlin 2005
• Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2007)
• Altmeyer, P.; Dirschka, T.; Hartwig, R.: Klinikleitfaden Dermatologie. 2. Auflage. Urban & Fischer, München 2003
• Online-Informationen des Deutschen Allergie- und Asthmabunds e.V. (DAAB), Mönchengladbach (www.daab.de)
• Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI), in Abstimmung mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG):    Allergische Rhinokonjunktivitis. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 061/014 (Stand: August 2003)
• Störiko, A.: Allergien. Falken, Niedernhausen 2001

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